Das 43. FILMFEST MÜNCHEN ging enthusiastisch zu Ende: Zehn Tage lang wurde die Stadt zum Treffpunkt für Filmbegeisterte und die internationale und nationale Branche. Zuletzt erhielt David Duchovny den CineMerit Award. Davor kamen Weltstars wie Sandra Hüller, Paweł Pawlikowski, Pedro Almodóvar, Toni Servillo, Noga Erez oder Ira Sachs an den türkisblauen Isar Carpet.
Zwischen dem 26. Juni und dem 5. Juli 2026 verzeichnete das FILMFEST MÜNCHEN mehr als 95.000 Besuche bei rund 385 Filmvorführungen und rund 140 Veranstaltungen. 18.000 Besucher:innen bei externen Branchenveranstaltungen im zeitlichen Rahmen fließen erneut in diese Gesamtstatistik ein. Gerade auch sie verdeutlichen die Bedeutung des FILMFEST MÜNCHEN als zentrale Plattform für das deutsche und internationale Filmschaffen für Kino, TV und Streaming.
Ein Höhepunkt war die Verleihung der Preise in den fünf internationalen Wettbewerben (CineCoPro, CineMasters, CineVision, CineRebels und CineKindl), Young Jury Awards, des FIPRESCI-Preises und der drei Publikumspreise. Bereits am Freitagabend sind die Förderpreise Neues Deutsches Kino verliehen worden.
Den mit 100.000 Euro dotierten und vom FFF Bayern finanzierten CineCoPro Award, der höchstdotierte Preis für deutsche Koproduzent:innen, gewann dieses Jahr der Film „Strange River“ (Regie: Jaume Claret Muxart).

Gewinnerin des CineCoPro Awards Ko-Produzentin Sophie Ahrens (Schuldenberg Films / STRANGE RIVER) mit Dorothee Erpenstein (FFF Bayern) und der Festivalleitung,
Fotocredit © Kurt Krieger
CineCoPro Award
„Strange River“ von Jaume Claret Muxart und damit seine deutsche Ko-Produzent:innen Sophie Ahrens, Fabian Altenried und Kristof Gerega von Schuldenberg Films wurde mit dem CineCoPro Award ausgezeichnet.
Der CineCoPro Award ist mit 100.000 Euro der höchstdotierte Preis auf dem FILMFEST MÜNCHEN, gestiftet vom FFF Bayern mithilfe der Bayerischen Staatskanzlei. Zwölf internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung konkurrierten im Wettbewerb. Ausgewählt wurde der Preisträgerfilm von einer dreiköpfigen Jury von internationalem Renomée: Kate Solomon (Produzentin und Drehbuchautorin), Fred Burle (Produzent und Partner in der Produktionsfirma One Two Films), und Tobias Walker (Produzent und Partner in der Produktionsfirma Walker + Worm Film).
CineMasters Award
Als bester internationaler Film wurde der Film „Von Scham und Geld“ von Visar Morina mit dem CineMasters Award ausgezeichnet.
Ella Rumpf (Schauspielerin), Michael Kofler (Regisseur) und Pete Ohs (Regisseur) bildeten dieses Jahr die unabhängige Jury im Wettbewerb CineMasters. Zwölf Filme konkurrierten in diesem Jahr um den Award im Wert von 10.000 Euro, erstmals gestiftet von der Messe München.
CineVision Award
Mit dem CineVision Award für den besten internationalen Nachwuchsfilm wurde „A Girl Unknown“ von Jing Zou ausgezeichnet.
Die Jury, die die beste Regieleistung auszeichnete, bildeten Erec Brehmer (Regisseur und Drehbuchautor), Maria Hunstig (Leiterin des Kultur- und Gesellschaftsressort bei VOGUE Germany) und Geoff Marslett (Animator und Regisseur). Um den CineVision Award für den besten internationalen Debütfilm konkurrierten dieses Jahr zwölf internationale Regietalente. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
CineRebels Award
Der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehene CineRebels Award geht an „Hair, Paper, Water…“ von Nicolas Graux und Minh Quý Trương. Dies ist der zweite CineRebels Award für Minh Quý Trương. Im Jahr 2024 gewann er den Award bereits für „Viêt and Nam“.
Die diesjährige Jury bestand aus Mimi Plauché (Künstlerische Leiterin des Chicago International Film Festival), Narges Kalhor (Regisseurin) und Thomas Hauser (Schauspieler). Der CineRebels Award – eine spannende Plattform für Formatsprenger:innen – wird vom Hauptpartner AUDI für die beste Regieleistung gestiftet. Zwölf Produktionen konkurrierten um den mit 15.000 Euro dotieren Award
CineKindl Award
„Mein Sommer bei Nonna” von Margherita Spampinato gewann den CineKindl Award für den besten Kinderfilm.
Seit 2022 stiftet die Medienproduktionsgesellschaft megaherz den mit 3.000 Euro dotierten CineKindl Award für den besten Film innerhalb der CineKindl-Sektion beim FILMFEST MÜNCHEN. Die Auszeichnung für herausragende Regiearbeit wurde von der Jury um Johannes Schmid (Film- und Theaterregisseur), Juliane Köhler (Schauspielerin) und Marta Jodko (Künstlerische Leiterin beim Internationalen Kinder- und Jugendfilmfestival „Ale Kino!“) vergeben.
Young Jury Award
Der Young Jury Award geht in diesem Jahr an „Los Nadadores” von Sol Iglesias SK.
Die Jury bildeten Anna Shires (Theater- und Tanzschaffende), Constantin Schäfer (Schüler), Daniel Tonnar Leyva (Content Creator und Schauspieler), Marvin Krause (Theatermacher und Regisseur) und Nurperi Nurdan (Studentin). Der Young Jury Award ist mit 2.000 Euro dotiert, seit 2025 ist HAKRO der Preisstifter.
FIPRESCI-Preis
Seit 2015 verleiht der internationale Verband der Filmkritik – FIPRESCI – einen Preis auf dem FILMFEST MÜNCHEN in der Sektion Neues Deutsches Kino.
Dieses Jahr wurde der Preis an „Schöne Seelen“ von Tom Schreiber vergeben. In der FIPRESCI Kritikerjury waren die Journalist:innen Bettina Schuler, Övgü Gökçe und Joanna Orzechowska-Bonis
Audience Awards
Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch die Audience Awards des Festivals vergeben. Die Audience Awards, unterstützt von den Medienpartnern BR und Süddeutsche Zeitung gingen in der Kategorie national an „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir“ von Helena Hufnagel und international an „If Only the Year Had 364 Days“ von Almourad Aldeeb.
Den CineKindl Audience Award erhielt „Plitsch Platsch Forever!“ von Natascha Beller.
Förderpreis Neues Deutsches Kino
Bereits am Freitag, den 03.07.2026 wurden außerdem deutsche Nachwuchstalente mit dem begehrten Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet. Die Jury – bestehend aus Haley Louise Jones (Schauspielerin), Trini Götze (Produzentin) und Visar Morina (Filmregisseur und Drehbuchautor) – zeichneten Ella Cieslinski und Nina Wesemann für ihren Film „Erzähl mir dein Morgen” als beste Regisseurinnen aus. Christoph Otto sicherte sich den Preis in der Kategorie „Produzentische Leistung“ für „Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag“. Susanne Heinrich hat für ihr Drehbuch zu „Die miserable Mutter“ den Preis in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ sowie das Mentoring-Programm der Bavaria Fiction gewonnen. Für die „Beste Schauspielerische Leistung“ wurde Ricarda Seifried für ihre Leistung im Film „Erzähl mir dein Morgen“ ausgezeichnet.
Die ausführlichen Jurybegründungen finden Sie hier.
Der vielfach prämierte Künstler wird die Ehrung persönlich in München entgegennehmen und den diesjährigen Abschlussfilm des Festivals, die internationale Premiere von „See You When I See You“, präsentieren.

Der amerikanische Schauspieler David Duchovny wird beim diesjährigen FILMFEST MÜNCHEN mit dem CineMerit Award ausgezeichnet. Das Festival würdigt damit sein außergewöhnlich vielseitiges künstlerisches Schaffen. Seit mehr als drei Jahrzehnten prägt Duchovny die internationale Film- und Fernsehlandschaft und zählt zu den markantesten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Über die Schauspielerei hinaus ist er seit vielen Jahren auch als Autor, Musiker, Regisseur und Podcaster tätig und hat sich damit weit über Film und Fernsehen hinaus einen Namen gemacht.
CineMerit-Preisträger 2026 David Duchovny.
Fotocredit © Ekaterina Gerbey
Weltweite Bekanntheit erlangte Duchovny mit seiner Rolle als Fox Mulder in „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“. Die vielfach ausgezeichnete Serie entwickelte sich zu einem internationalen Phänomen und machte ihn zu einer Ikone des Fernsehens der 1990er-Jahre. Mit „Californication“ gelang ihm Jahre später ein weiterer großer Erfolg, der ihm unter anderem einen Golden Globe Award einbrachte.
Nach ersten Regiearbeiten bei „Akte X“ inszenierte Duchovny mit „House of D“ (2004) und „Reverse the Curse“ (2023) auch eigene Spielfilme. Darüber hinaus ist er Autor mehrerer Romane und veröffentlichte zuletzt den Gedichtband „About Time: Poems“. Zudem moderiert er den Podcast „Fail Better“, in dem er in offenen und persönlichen Gesprächen mit Gästen wie Ben Stiller, Bette Midler, Sarah Silverman und Robert Downey Jr. Themen wie Scheitern, persönliche Entwicklung und Wachstum erkundet. Am 14. August erscheint sein viertes Studioalbum „Prince of Pieces“. Darüber hinaus wird Duchovny in der satirischen Komödie „Soapbox“ zu sehen sein, die er nicht nur mitgeschrieben hat, sondern in der er auch gemeinsam mit Laverne Cox und Randall Park vor der Kamera steht. Ebenfalls angekündigt ist sein Mitwirken in „The Exiles“ neben Sam Worthington und Wu Ke-Xi.

Christoph Gröner, David Duchovny, Julia Weigl beim CineMerit Award für David Duchovny am 04. Juli 2026.
Fotocredit © Kurt Krieger
“David Duchovny gehört zu jenen Künstlern, die sich immer wieder neu erfinden und dabei ihrem eigenen Instinkt treu bleiben. Sein unvergleichlicher Charme, seine außergewöhnliche Neugier und seine Bereitschaft, kreative Grenzen immer wieder neu auszuloten, wollen wir mit unserem CineMerit Award auszeichnen. Eine wahre Popkultur-Ikone kommt zu uns und wir laden alle Münchner und Münchnerinnen ein, sich alsbald Tickets zu sichern.“
Julia Weigl und Christoph Gröner / Künstlerisches Leitungsduo des FILMFEST MÜNCHEN
Internationale Premiere von „See You When I See You“ in München
Mit „See You When I See You“ ist David Duchovny zugleich im Abschlussfilm des diesjährigen FILMFEST MÜNCHEN zu erleben. Regisseur Jay Duplass erzählt darin die Geschichte einer Familie, die nach dem Verlust ihrer Tochter einen Weg zurück ins Leben sucht.
Im Mittelpunkt steht Aaron (Cooper Raiff), der vom Tod seiner Schwester Leah gezeichnet ist und zwischen Schuld, Erinnerung und Trauer nach Halt sucht. Basierend auf den Memoiren des Stand-up-Comedians Adam Cayton-Holland verbindet der Film bewegende und humorvolle Momente zu einer eindringlichen Geschichte über Verlust, Familie und Zusammenhalt. Neben David Duchovny sind Cooper Raiff, Hope Davis und Lucy Boynton in den zentralen Rollen zu sehen.
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