HELENA DELPHI BRINGT IHR DEBÜTALBUM „WANDERER“ RAUS

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HELENA DELPHI BRINGT IHR DEBÜTALBUM „WANDERER“ RAUS


Was passiert, wenn jemand, der jahrelang für andere erzählt hat, plötzlich selbst spricht? Das Debütalbum von helena Delphi gibt darauf eine sehr persönliche Antwort. Mit „Wanderer“ veröffentlicht sie erstmals Musik unter ihrem eigenen Namen. Es ist ein leises, kraftvolles und intensives Album, das sich mit Erfahrungen beschäftigt, die viele Menschen prägen und über die immer noch selten offen gesprochen wird.

Helena Delphi ist dabei alles andere als eine klassische Newcomerin. Sie ist Gründerin von „Mira und das fliegende Haus“, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Medienprojekte für Kinder und Familien rund um das Thema Achtsamkeit, Selbstvertrauen und emotionale Entwicklung. Ihr Debutalbum richtet sich an Erwachsene. An Menschen, die bereits Erfahrungen mit sich tragen und beginnen zu verstehen, wie sehr diese ihr Leben beeinflussen. Denn Helenas eigene Geschichte ist eine echte Heldinnenreise: vom Dunkel ins Licht, vom inneren Chaos zu der Entscheidung, das eigene Leben nicht von dem bestimmen zu lassen, was ihr als Kind und als Jugendliche passiert ist.

Aber was ist ihr eigentlich passiert? Helena ist ein Opfer von häuslicher Gewalt. Ihr Aufwachsen war geprägt von körperlicher Gewalt und einem ohrenbetäubenden Schweigen darüber, eine doppelte Verletzung durch die beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben. 

„Ich hab‘ immer gedacht, dass es scheiße weh tun muss, jemanden zu lieben – ich hab’s nicht besser gewusst“, singt sie im Titelsong des Albums. 

Doch Helena hat sich nicht vom Schmerz bestimmen lassen. Sie hat sich auf den Weg gemacht, den Kreis durchbrochen und ihre Erfahrungen in etwas Positives verwandelt. 

„Ich bin ein positiver Mensch“, sagt sie. „Ich fühle mich wie Pippi Langstrumpf, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

Es sind lauter zart hingetupfte Hymnen der Selbstwirksamkeit auf diesem besonderen Debüt. Mit Bildern, die so schön sind, dass man sie lange nicht vergisst, in „Lola“ etwa: „Deine Freiheit liegt ganz unten im Schrank, gleich hinter der Liebe und neben der Angst“, singt Helena und erklärt mit diesem Satz eine ganze Seele auf dem Sprung. Sie erzählt von einer Welt, in der alles unter den Teppich gekehrt wird, was weh tut. Nicht mit ihr. Sie hebt den Teppich hoch und seziert den Dreck. Macht etwas Schönes daraus, eine seltene Gabe. Und das sogar auf mehr als eine Weise: Gleichzeitig mit dem Album erscheint ein Buch zur Platte. 

Helena Delphi besingt Themen unserer Zeit: transgenerationale Prägungen, Empowerment für Frauen, den Umgang mit psychischen Belastungen und auch eine leise Kritik an äußeren Glücksversprechen. „Es ist egal, was sie gesagt haben, du kannst es nicht kaufen“, singt sie und meint damit, dass das, was wirklich fehlt, nicht im Außen zu finden ist.

Musik war für Helena Delphi nie neu. Sie hat früh begonnen zu schreiben, später Jazz studiert und als Musiktherapeutin gearbeitet. Lange war Musik ein persönlicher Rückzugsort, kein öffentlicher Raum.
Mit „Mira und das fliegende Haus“ gegründet 2020, rückte zunächst etwas anderes in den Fokus: eine schnell wachsende Plattform, heute eines der größten deutschsprachigen Kinder- und Familienmedienprojekte zum Thema mentale Gesundheit, mit einem festen Team von rund 30 Mitarbeitenden und großer Reichweite. Doch der Wunsch, die eigene Geschichte auch künstlerisch zu erzählen, ist geblieben. 

„Ich möchte laut sein, um zu zeigen, dass wir immer die Wahl haben, ob wir Liebe oder Hass leben wollen – egal, was uns passiert ist.“ 

Helena Delphi lebt heute mit ihrer Familie in Tübingen. Delphi nennt sie sich, weil sie mal bei einem Orakel in Griechenland war. Eine Reise im VW-Bus vor der Einschulung mit ihrem Sohn, die immer noch nach nachwirkt.  Ihr Sohn ist heute neun Jahre alt, sie hat eine Bonustochter, im vergangenen Jahr hat sie geheiratet. „Das ist mein Bullerbü, ein freundliches Wimmelbild“, sagt sie. Ein Leben, das Stabilität gefunden hat und wohl auch deshalb den Raum eröffnet, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Auch das prägt „Wanderer“.  Kein Song ist darauf angelegt, Schuld zuzuweisen.

„In jedem steckt ganz viel Zuneigung“, sagt sie. „Ich will Liebe weitergeben, nicht Schmerz.“ 

So entsteht ein Debütalbum, das sich Zeit lässt. Das nicht laut ist, aber klar. Und das eine Perspektive eröffnet, die über die eigene Geschichte hinausgeht. Denn „Wanderer“ ist mehr als ein persönliches Album. Es ist Teil einer größeren Erzählung. Eine Geschichte über das, was uns prägt. Und über die Frage, wie wir damit leben wollen.

Helena ist ab Ende Mai auf Tour:

24.05. Berlin – Lido
25.05. Hamburg – Knust
26.05. Köln – Stadtgarten
28.05. München – Ampere
29.05. Stuttgart – Im Wizemann Club
31.05. Frankfurt – Das Bett

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