Nach Konzerten in London, Paris und einem Rough Trade Berlin Instore-Gig erscheint heute via Secret City Records das neue Album “Something Out Of Nothing” des Montrealer Trios Bye Parula. Passend zur Veröffentlichung teilt die Band außerdem das Video zum eingängigen Titeltrack. Sänger und Bassist Loïc Calatayud-Sola beschreibt den Song als “eine Hymne für Introvertierte – man sieht jemanden, der sich scheinbar völlig frei durch die Welt bewegt, beneidet ihn dafür und möchte mit ihm sprechen, bringt aber kein Wort heraus. Im Kopf rast alles, aber nach außen kommt nichts.“ Über den Titel sagt er weiter: “Ich mochte die beiden Bedeutungen dieses Titels. Als Band haben wir etwas aus dem Nichts geschaffen. Wir haben unglaublich hart gearbeitet, hatten keine Kontakte und das hier war nicht unser Heimatland. Also war uns klar, dass wir etwas aus dem Nichts erschaffen mussten, um diese Musik möglich zu machen.“
Produziert wurde “Something Out Of Nothing” von Robbie Kuster (Patrick Watson), den Mix übernahm Warren Spicer (Plants and Animals). Neben Calatayud-Sola, Gitarrist Sebastián Riquelme und Schlagzeuger Sergio D’Isanto arbeitete die Band mit einer Reihe von Kollaborateur:innen zusammen, darunter die Inuk-Singer-Songwriterin Elisapie, Adèle Trottier-Rivard von Bibi Club, Morgan Moore sowie Karkwa-Keyboarder François Lafontaine. Dem Album gingen drei Vorab-Singles voraus: das atmosphärische und samtige “Quand vient le soir“, das eingängige “KISSBURN“ mit seiner schillernden Disco-Ästhetik sowie das funkelnde, tanzflächenreife “I don’t know“.

“SOMETHING OUT OF NOTHING” // Albumtracklist:
A-Seite – Songs to Listen to in a Standing Position:
I don’t know
KISSBURN
I’m getting ready
Something Out Of Nothing
Home
B-Seite – Songs to Listen to in a Sitting Position:
Orange Blossom (There’s a million reasons)
Miedo de olvidar (featuring Elisapie)
Quand vient le soir
Needed
Burning down the house
Jeden Werktagmorgen gegen 10 Uhr sind Bye Parula für etwa 20 Sekunden die populärste Band Kanadas. In diesem Moment wird ihre 2023 veröffentlichte Single “Still Got the Spirit“ landesweit auf CBC Radio One ausgestrahlt – vielen Hörer*innen bekannt als Titelmusik der renommierten Kunst- und Kultur-Talkshow “Q with Tom Power“. Der geschmeidige Groove des Songs und die pointierten Disco-Streicher machten ihn zu einem Ausreißer innerhalb der ansonsten eher opulent arrangierten Prog-Pop-Vignetten ihres DIY-Debütalbums “I” aus dem Jahr 2023 (ebenfalls produziert von Kuster und gemischt von Spicer). Diese Platzierung brachte die Newcomer der Montrealer Indie-Szene nicht nur einem breiteren nationalen Publikum näher, sondern wurde auch zum Impuls, ihren Sound weiterzuentwickeln und zu erweitern. Während ihre frühen Aufnahmen noch eine Band zeigten, die sich als frisch zusammengefundene Musiker*innen über das gemeinsame Spielen erst kennenlernen musste, ist “Something Out Of Nothing” ein Ausdruck gewachsener Freundschaften und eines zunehmend intuitiven Zusammenspiels. Das Album ist eine vielgestaltige Mischung, die sich aus dem orchestralen Groove von Serge Gainsbourg, den verletzlichen Melodien von Elliott Smith, den kosmopolitischen Rhythmen der Talking Heads sowie dem handgemachten R&B von Dijon speist – durchzogen von einer filmischen Ästhetik der 1970er-Jahre, die die Grenze zwischen sonnig-verschwommener Fantasie und urbaner Raffinesse verschwimmen lässt.
“Something Out Of Nothing” ist für das Hörerlebnis in zwei Teile gegliedert: “Songs to Listen to in a Standing Position“ und “Songs to Listen to in a Sitting Position“. Zwei Atmosphären, die zunächst gegensätzlich erscheinen, letztlich jedoch eng miteinander verbunden sind. Ob in der Nacht vorwärtsdrängend oder im ersten Licht des Morgens zur Ruhe kommend – jeder Track ist aus demselben Stoff gewoben: Liebe, die durch Fürsorge lebendig wird. So entfaltet sich das Album als zusammenhängende Erzählung. Die “Standing Position“-Songs feiern, wie uns Liebe in Bewegung versetzt, während die “Sitting Position“-Songs zeigen, wie sie uns trägt. Gemeinsam erinnern sie an die Notwendigkeit von Bewegung und Stillstand, von Helligkeit und Tiefe – und daran, wie sich die Freude, die uns erhebt, und der Schmerz, der uns erdet, miteinander verbinden. Sie fordern uns auf zu tanzen. Sie fordern uns auf, innezuhalten.
Das neue Album “Something Out Of Nothing” von Bye Parula ist via Secret City Records erschienen.
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