Antoine Simony gehört zu jener neuen Generation französischer Künstler, die sich nicht auf ein einziges kreatives Feld festlegen lassen. Bekannt wurde er zunächst als Schauspieler, doch parallel entwickelte er sich unter dem Künstlernamen SIMONY zu einem eigenständigen Musiker mit einem unverwechselbaren Sound zwischen Rap, atmosphärischem Hip-Hop und persönlichen Geschichten.
Seine beiden Welten – Film und Musik – existieren bei ihm nicht getrennt voneinander. Während er auf der Leinwand in verschiedene Rollen schlüpft, verarbeitet er als Musiker seine eigene Perspektive, seine Erfahrungen und seine Gedanken in emotionalen, oft dunklen und introspektiven Songs.
Antoine Simony stammt aus Frankreich. Über sein Privatleben und seine frühen Jahre hält sich der Künstler weitgehend bedeckt, doch schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für kreative Ausdrucksformen. Neben der Schauspielerei entwickelte er eine starke Verbindung zur Musik und begann, eigene Songs zu schreiben und aufzunehmen.
Unter dem Namen SIMONY baute er sich eine Karriere in der französischen Hip-Hop-Szene auf. Seine Musik bewegt sich zwischen Rap und modernen, melodischen Elementen. Dabei stehen nicht nur technische Fähigkeiten im Vordergrund, sondern vor allem Atmosphäre, Emotionen und persönliche Themen. Seine Veröffentlichungen zeigen einen Künstler, der mit Bildern, Stimmungen und inneren Konflikten arbeitet.
Seine Diskografie reicht inzwischen mehrere Jahre zurück. Zu seinen früheren Projekten zählen unter anderem das Album „DONNY DARKO“ (2020) sowie „Vortex“ (2022), bevor er mit seinem bislang umfangreichsten Projekt „ORIGINES : Euphoria“ einen wichtigen Schritt in seiner musikalischen Entwicklung machte.
Parallel zu seiner Musikkarriere etablierte sich Antoine Simony auch als Schauspieler. Seine Filmografie umfasst verschiedene Rollen in französischen Produktionen. Unter anderem war er in der Serie „The Cage“ (2024) zu sehen und spielte zuvor eine Rolle im Film „Summer of 85“ (2020).
Seine Schauspielarbeit zeigt eine andere Facette seines künstlerischen Ausdrucks: Während er in seiner Musik sehr persönlich auftritt, nutzt er als Schauspieler die Möglichkeit, unterschiedliche Charaktere und Geschichten darzustellen.
Einem internationalen Publikum wird Antoine Simony durch die französische Serie „L’Été 36“ bekannt. Die sechsteilige historische Dramaserie spielt im Sommer 1936 in Nizza – einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen, in der die ersten bezahlten Urlaubstage Frankreich verändern.
Die Handlung verbindet historische Ereignisse mit einem Kriminalfall: Während Arbeiter erstmals die Möglichkeit bekommen, Ferien an der Côte d’Azur zu verbringen, trifft diese neue Welt auf die traditionelle französische Bourgeoisie. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen unterschiedlicher Herkunft, deren Leben durch einen Mordfall im luxuriösen Hotel Riviera miteinander verbunden werden

Antoine Simony gehört zum Ensemble der Serie und spielt die Rolle Gabriel Berthier. Die Produktion vereint bekannte französische Namen wie Julie de Bona, Sofia Essaïdi, Nolwenn Leroy, Miou-Miou und Pascal Elbé. „L’Été 36“ wurde von Fred Garson inszeniert und entstand als Koproduktion unter anderem mit Netflix.
Fotocredit © Netflix
Für Simony bedeutet die Serie einen weiteren Schritt in seiner Schauspielkarriere und bringt ihn einem breiteren Publikum außerhalb der französischen Musikszene näher.
Neben seiner Rolle in „L’Été 36“ sorgt Antoine Simony derzeit auch mit der Prime-Video-Serie „Culte – 2Be3“ für Aufmerksamkeit. Die Serie widmet sich der außergewöhnlichen Geschichte der französischen Boyband 2Be3, die in den 1990er-Jahren zu einem landesweiten Phänomen wurde.

„Culte – 2Be3“ erzählt den Aufstieg von Filip, Adel und Frank – drei jungen Männern aus dem Pariser Vorort Longjumeau, die davon träumen, ihrer bisherigen Lebensrealität zu entkommen.
Aus ihrer Freundschaft entsteht die erste große französische Boyband, die innerhalb kürzester Zeit zum Symbol einer ganzen Generation wird. Die Serie zeigt dabei nicht nur den Erfolg, sondern auch die Schattenseiten des Ruhms: den Druck der Musikindustrie, die Erwartungen der Fans und die enorme mediale Aufmerksamkeit, die auf den drei Künstlern lastete.
Antoine Simony übernimmt in der Produktion die Rolle von Filip Nikolic, einem der drei Mitglieder von 2Be3
Gemeinsam mit Namory Bakayoko und Marin Judas verkörpert er die legendäre Formation und musste sich dafür intensiv mit der Geschichte der Band und ihrer Mitglieder auseinandersetzen. Die Besetzung wurde besonders dafür gelobt, dass die drei Darsteller die Dynamik und den Charme der ursprünglichen Gruppe glaubwürdig einfangen.

Für Simony ist die Rolle eine besondere Verbindung seiner beiden künstlerischen Welten: Als Musiker kennt er die Mechanismen der Bühne und der Musikindustrie aus eigener Erfahrung, als Schauspieler kann er diese Perspektive in eine historische Figur übertragen.
Die Serie zeigt dabei auch die körperliche Seite des Popstars-Images der 1990er-Jahre. Antoine Simony tritt in mehreren Szenen sehr offen und körperlich auf; dazu gehören auch intime Momente und Nacktszenen, die Teil der erwachsenen Darstellung der Figuren und der Lebenswelt der damaligen Popkultur sind.
Mit „Culte – 2Be3“ beweist Antoine Simony erneut seine Vielseitigkeit: Er verkörpert einen realen Künstler, dessen Leben eng mit Musik, öffentlicher Wahrnehmung und persönlicher Identität verbunden ist – Themen, die auch in seiner eigenen Musik als SIMONY immer wieder eine Rolle spielen.
Im Jahr 2023 veröffentlichte SIMONY sein Album „ORIGINES : Euphoria“. Das Projekt umfasst zwölf Titel und zeigt deutlich die musikalische Identität des französischen Künstlers.
Der Titel des Albums deutet bereits die zentrale Idee an: eine Verbindung zwischen Herkunft, Vergangenheit und einem Zustand intensiver Emotionen. „ORIGINES“ steht dabei für die Suche nach den eigenen Wurzeln, während „Euphoria“ den emotionalen Gegensatz beschreibt – Momente zwischen Höhenflug und innerer Unruhe.
Musikalisch bewegt sich das Album zwischen modernem französischem Rap, melodischen Passagen und einer eher nachdenklichen Atmosphäre. SIMONY setzt weniger auf klassische Rap-Attitüde, sondern auf eine cineastische Stimmung, in der persönliche Themen, Selbstreflexion und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen.
Zu den bekannten Titeln des Albums beziehungsweise der damaligen Veröffentlichungsphase gehören unter anderem „POW!“, „Le fruit de ma peine“, „TECHNOFRAPPE“ und weitere Songs, die seine Entwicklung als Künstler unterstreichen.
Nach „ORIGINES : Euphoria“ setzte SIMONY seine musikalische Reise mit der Single „SILEX“ fort. Der Song erschien am 17. April 2024 und wurde über Faubourg26 / 3ème Bureau / Wagram Music veröffentlicht.
„SILEX“ zeigt eine etwas konzentriertere Seite des Künstlers. Der Track verbindet harte Rap-Elemente mit der atmosphärischen und emotionalen Handschrift, die SIMONY auszeichnet. Inhaltlich bleibt er seinem Stil treu: persönliche Reflexionen, innere Spannungen und der Versuch, seinen eigenen Weg zwischen Erfolg, Zweifel und künstlerischer Identität zu beschreiben.
Der Song wurde von Antoine Simony mitgeschrieben und von Rabbits produziert.
Antoine Simony steht heute für eine spannende Verbindung zweier kreativer Bereiche: Schauspiel und Musik. Während ihn Serien und Filme einem größeren Publikum vorstellen, bleibt SIMONY sein persönliches musikalisches Ventil.
Mit „ORIGINES : Euphoria“ und der Single „SILEX“ hat er gezeigt, dass er nicht nur ein Schauspieler mit musikalischem Nebenprojekt ist, sondern ein eigenständiger Künstler mit einer klaren musikalischen Vision. Seine Entwicklung bleibt interessant zu verfolgen – denn Antoine Simony bewegt sich weiterhin zwischen Kamera, Bühne und Studio und verbindet diese Welten auf seine eigene Art.
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