BYE PARULA VERÖFFENTLICHEN ZWEITE SINGLE „I DON’T KNOW“

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BYE PARULA VERÖFFENTLICHEN ZWEITE SINGLE „I DON’T KNOW“


Das Montrealer Trio Bye Parula veröffentlicht mit “I don’t know“ seine funkelnde, tanzflächen-taugliche neue Single – die zweite Auskopplung aus dem kommenden Album “Something Out Of Nothing”, das am 5. Juni via Secret City Records erscheint (Hennesy.cc berichtete).

Der Song steht thematisch in Verbindung mit der Leadsingle “KISSBURN“, einem weiteren unbestreitbaren Ohrwurm, der in nur vier Wochen über 300.000 Streams auf Spotify (sowie über 1 Million Views auf TikTok) verzeichnete. Über die beiden Songs sagt Sänger und Bassist Loïc Calatayud-Sola:

Diese Stücke sind im selben Zeitraum entstanden, ganz am Anfang des Prozesses, und gehören zusammen. ‘KISSBURN’ wird aus der Perspektive einer Person erzählt, die jemandem nachjagt, von dem sie besessen ist. Diese Person ist selbstbewusst – vielleicht sexy, vielleicht lächerlich, vielleicht beides. ‘I don’t know’ erzählt die Perspektive der anderen Person. Sie findet die Aufmerksamkeit ein wenig lächerlich – ist aber selbst ebenso besessen.“

Produziert von Robbie Kuster (Patrick Watson) und gemischt von Warren Spicer (Plants and Animals), versammelt “Something Out Of Nothing” neben Loïc Calatayud-Sola, Gitarrist Sebastián Riquelme und Schlagzeuger Sergio D’Isanto ein Team weiterer Kollaborateur*innen – darunter die Inuk-Singer-Songwriterin Elisapie, Adèle Trottier-Rivard von Bibi Club, Morgan Moore sowie Karkwa-Keyboarder François Lafontaine.

Jeden Werktagmorgen gegen 10 Uhr sind Bye Parula für etwa 20 Sekunden die populärste Band Kanadas. In diesem Moment wird ihre 2023 veröffentlichte Single “Still Got the Spirit“ landesweit auf CBC Radio One ausgestrahlt – vielen Hörer*innen bekannt als Titelmusik der renommierten Kunst- und Kultur-Talkshow “Q with Tom Power“. Der geschmeidige Groove des Songs und die pointierten Disco-Streicher machten ihn zu einem Ausreißer innerhalb der ansonsten eher opulent arrangierten Prog-Pop-Vignetten ihres DIY-Debütalbums “I” aus dem Jahr 2023 (ebenfalls produziert von Kuster und gemischt von Spicer). Diese Platzierung brachte die Newcomer der Montrealer Indie-Szene nicht nur einem breiteren nationalen Publikum näher, sondern wurde auch zum Impuls, ihren Sound weiterzuentwickeln und zu erweitern. Während ihre frühen Aufnahmen noch eine Band zeigten, die sich als frisch zusammengefundene Musiker*innen über das gemeinsame Spielen erst kennenlernen musste, ist “Something Out Of Nothing” ein Ausdruck gewachsener Freundschaften und eines zunehmend intuitiven Zusammenspiels. Das Album ist eine vielgestaltige Mischung, die sich aus dem orchestralen Groove von Serge Gainsbourg, den verletzlichen Melodien von Elliott Smith, den kosmopolitischen Rhythmen der Talking Heads sowie dem handgemachten R&B von Dijon speist – durchzogen von einer filmischen Ästhetik der 1970er-Jahre, die die Grenze zwischen sonnig-verschwommener Fantasie und urbaner Raffinesse verschwimmen lässt.

Während sich die meisten Bands aus bestehenden Freundschaften heraus gründen, entstanden bei Bye Parula die Freundschaften erst durch die Band. Als sich die Mitglieder zu Beginn des Jahrzehnts erstmals trafen, verband sie im Grunde nur eines: Sie waren alle Fremde in einer fremden Stadt. Loïc Calatayud-Sola war gerade aus Südfrankreich angekommen,Sebastián Riquelme stammt aus Chile und Sergio D’Isanto war aus Italien eingewandert. Während der ersten Lockdown-Phase existierte die Band zunächst vor allem als Austausch von Demo-Dateien, doch als die Einschränkungen gelockert wurden und ein gemeinsamer Probenaufenthalt in einem Studio nahe Trois-Rivières möglich war, entwickelte das Trio schnell eine gemeinsame musikalische Sprache. In der Folge formte Bye Parula eine detailreich ausgestaltete Art-Pop-Ästhetik, die an Montrealer Exzentriker wie Patrick Watson oder Plants and Animals anknüpft. Es dauerte nicht lange, bis diese Einflüsse mit Robbie Kuster und Warren Spicer zu direkten Wegbegleitern wurden, die dem Trio nicht nur bei der Arbeit an “I” unterstützend zur Seite standen, sondern ihnen auch halfen, in der lokalen Szene Fuß zu fassen. Doch die genussvollen Klangwelten von “Something Out Of Nothing“ können die Unruhe unter der Oberfläche nicht verbergen – es ist ein Album, das musikalisch die Schultern massiert und einen lyrisch zugleich in die Magengrube trifft.

Englisch ist nicht meine Muttersprache“, sagt Calatayud. “Auf unserem ersten Album war ich deshalb eher schüchtern und habe versucht, alles unnötig kompliziert zu machen, um irgendwie intelligenter zu wirken. Und Robbie meinte nur: ‘Nein, du musst viel einfacher sein. Du musst auf die Emotion gehen.‘ Das hat mir sehr geholfen – zu verstehen, dass ich einfach schlichte, aber ehrliche Texte schreiben kann. Das hat meine Art zu schreiben für das zweite Album komplett verändert.

Zu den persönlichsten Momenten des Albums zählt “Orange Blossom“, eine Hommage an Calatayuds Urgroßmutter, die 101 Jahre alt wurde und deren Durchhaltevermögen ihn bis heute begleitet. “Burning Down the House“ verarbeitet eine Trennung und zählt laut Calatayud zu den schwierigsten Songs, die er bislang geschrieben hat. Die atmosphärisch dichte Komposition “Home“ entstand aus einer Phase existenzieller Zweifel, ausgelöst durch eine tägliche Pendelstrecke von insgesamt zweieinhalb Stunden, die in eine Identitätskrise mündete.

Die spanischsprachige Folk-Ballade “Miedo de olvidar“ wurde durch das gemeinsame Gefühl aller drei Bandmitglieder inspiriert, ihre Mütter zu vermissen, die weit entfernt von Montreal leben.

Something Out Of Nothing” ist für das Hörerlebnis in zwei Teile gegliedert: “Songs to Listen to in a Standing Position“ und “Songs to Listen to in a Sitting Position“. Zwei Atmosphären, die zunächst gegensätzlich erscheinen, letztlich jedoch eng miteinander verbunden sind. Ob in der Nacht vorwärtsdrängend oder im ersten Licht des Morgens zur Ruhe kommend – jeder Track ist aus demselben Stoff gewoben: Liebe, die durch Fürsorge lebendig wird.

So entfaltet sich das Album als zusammenhängende Erzählung. Die “Standing Position“-Songs feiern, wie uns Liebe in Bewegung versetzt, während die “Sitting Position“-Songs zeigen, wie sie uns trägt. Gemeinsam erinnern sie an die Notwendigkeit von Bewegung und Stillstand, von Helligkeit und Tiefe – und daran, wie sich die Freude, die uns erhebt, und der Schmerz, der uns erdet, miteinander verbinden. Sie fordern uns auf zu tanzen. Sie fordern uns auf, innezuhalten.

Das neue Album “Something Out Of Nothing” von Bye Parula erscheint am 5. Juni 2026 via Secret City Records. Die neue Single “I don’t know” auf Apple Music, Bandcamp & Co. anhören.

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