„Vor der Aufführung meines ersten Stückes war ich nur ein einziges Mal im Theater – und das in der Pause.“ – Werner Schwab
Drei Frauen, drei Lebensgeschichten, drei ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein glückliches Leben aussehen könnte.
Mit „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab kommt ein Stück auf die Bühne, das gleichzeitig komisch, verstörend, grotesk und berührend ist. Im Zentrum stehen Erna, Grete und Mariedl – drei Frauen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten, die eines verbindet: die Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben.
Erna, die religiöse und konservative Pensionistin, Grete, die großen Wert auf ihr Äußeres legt und sich nach Liebe, Anerkennung und gesellschaftlichem Aufstieg sehnt, und Mariedl, das gutgläubige und naive Mädchen vom Land, treffen aufeinander. In ihren Gesprächen erzählen sie von ihrer Vergangenheit, ihren Enttäuschungen, ihren Wünschen und ihren Vorstellungen von der Zukunft.
Doch je länger die drei Frauen miteinander sprechen, desto deutlicher wird, dass hinter ihren alltäglichen Geschichten viel mehr steckt.
Es geht um Identität und Begehren, um Einsamkeit und Anerkennung, um Gewalt, Macht und gesellschaftliche Rollen. Es geht um Menschen, die versuchen, sich ihre eigene Wirklichkeit zu erschaffen – weil die Realität oft nicht das bereithält, was sie sich wünschen.
Werner Schwab gelingt dabei etwas ganz Besonderes: Er verbindet das Tragische mit dem Komischen und das Absurde mit zutiefst menschlichen Momenten. Seine Sprache ist eigenwillig, radikal und voller schwarzem Humor. Die Figuren sprechen sich ihre eigene Welt zusammen – und gerade in dieser Sprache werden ihre Sehnsüchte, Verletzungen und Abgründe sichtbar.
„Die Präsidentinnen“ ist deshalb weit mehr als eine Komödie über drei Frauen. Es ist eine Begegnung mit Menschen, die gesehen werden wollen. Menschen, die träumen, hoffen, verdrängen und sich ihre Geschichten zurechtlegen.
In ihren Erzählungen und Tagträumen verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Was ist tatsächlich passiert? Was hätte passieren können? Und was wünschen sich diese drei Frauen so sehr, dass es in ihrer Vorstellung bereits zur Realität geworden ist?
Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich unsere Inszenierung.
Wir wollen Schwabs bitterbösen Humor ernst nehmen, ohne dabei die Menschlichkeit seiner Figuren aus den Augen zu verlieren. Denn hinter der Groteske stehen drei Menschen mit ihren ganz eigenen Verletzungen, Bedürfnissen und Hoffnungen.
Ich freue mich sehr, dieses außergewöhnliche Stück mit Petra Strasser, Manuela Seidl und Elisabeth Spiwak auf die Bühne bringen zu dürfen. Drei Schauspielerinnen, die diesen Figuren ihre ganz eigene Persönlichkeit geben und damit einen Abend entstehen lassen, der hoffentlich nicht nur zum Lachen bringt, sondern auch zum Nachdenken.
Es spielen: Petra Strasser, Manuela Seidl und Elisabeth Spiwak
Regie: Christian Graf
Regieassistenz: Amy Parteli
Kostüm: Andrea Költringer
Technische Leitung: Werner Ramschak
Bühnenbau: Werner Ramschak und Daniel Truttmann
Rechte: Deutscher Theaterverlag GmbH
Eigenproduktion: Theater Forum Schwechat

Theater Forum Schwechat
Ehrenbrunngasse 24
2320 Schwechat

Premiere: Mittwoch, 23. September 2026, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 25., 29. und 30. September sowie 1., 2., 7., 8. und 9. Oktober 2026, jeweils um 20:00 Uhr
Nachmittagsvorstellung: Sonntag, 4. Oktober 2026, 16:00 Uhr
Ausstellung im Foyer:
Begleitend zur Inszenierung gibt es im Foyer die Ausstellung: „Karikaturen zwischen menschlichen Sehnsüchten und menschlichen Abgründen“.
Auch das Theaterbistro ist für das Publikum geöffnet – eine Stunde vor der Vorstellung bis eine Stunde nach der Vorstellung.
Karten Premiere: € 32,50 / ermäßigt € 26,–
(Im Preis sind Premierenbuffet und ein Glas Sekt enthalten.)
Weitere Vorstellungen: € 27,– / ermäßigt € 21,60
Karten & Informationen:
Theater Forum Schwechat – DIE PRÄSIDENTINNEN
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Gerade kleinere Bühnen sind Orte, an denen ungewöhnliche Stücke, eigenwillige Texte und engagierte Künstlerinnen und Künstler ihren Platz finden. Theater entsteht nicht irgendwo weit weg – es entsteht dort, wo Menschen gemeinsam in einem Raum sitzen, spielen, zuhören, lachen und manchmal auch betroffen nach Hause gehen.
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