DIAGONALE’19: DAS PROGRAMM IST DA!

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DIAGONALE’19: DAS PROGRAMM IST DA!


Für immer Kino! Das Programm der Diagonale’19 ist online. Bevor der Ticketverkauf am 13. März um 10 Uhr startet, möchten wir Ihnen wärmstens ans Herz legen, ihren Festivaltrip zu planen und sich ins 180 Filme und Videos sowie unzählige Talks, Ausstellungen und Partys umfassende Programm einzulesen. Denn: Es gibt auch heuer viel zu entdecken in Graz. Im Kino, auf der Leinwand und rundherum. Einladen möchten wir Sie zudem zu zwei Vernissagen, die bereits kommende Woche auf die Diagonale’19 einstimmen.

Programm jetzt online!


Alle Filme, alle Termine. Das vollständige Programm der Diagonale’19 ist ab sofort auf diagonale.at einsehbar. Dort steht auch der brandaktuelle Programmguide zum Durchblättern bereit. Druckfrische Exemplare liegen außerdem in Graz und Wien auf. All jenen, die es gerne ausführlicher haben, sei der Diagonale-Katalog empfohlen, der im Czernin Verlag erschienen ist. Hier bestellen. Hier geht es zum Programm. Und hier kommen Sie direkt zum Programmguide.

Tickets ab 13. März im Kunsthaus Graz (bis 24. März), im MANGOLDS vis-a-vis (bis 19. März), auf diagonale.at/tickets und unter +43 (0) 316 – 269 555 (jeweils 10–18 Uhr) – ab 20. März zusätzlich in den Festivalkinos.

Filme A-Z | Regisseur/innen | Spielplan

nevrlandmovie.com

Highlightkino: NEVRLAND

Spielfilm, AT 2019, 90 min, OmdU, von Gregor Schmidinger

Um den Haushalt zu unterstützen, beginnt der 17-jährige Jakob, als Aushilfskraft in einem Schlachthof zu arbeiten. Bald setzen bei ihm unerklärliche Panikattacken ein, die ihn arbeitsunfähig machen. Jakob zieht sich immer mehr zurück. In einem Sex-Cam-Chat für schwule Männer lernt er den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Ein drängendes Zeitporträt über Körperlichkeit und Selbstwerdung.

Die starre Routine, die den Alltag des 17-jährigen Jakob (Simon Frühwirth) prägt, tropft in Gregor Schmidingers NEVRLAND aus den Bildern wie lähmendes Gift. Doch was starr ist, gibt auch Sicherheit – ein Gefühl, das Jakob abhandenzukommen scheint, als er allmählich zu realisieren beginnt, dass sich sein Leben wesentlich von dem seines Vaters (Josef Hader), mit dem er in einer kleinen Wohnung lebt, unterscheiden soll. Um den Haushalt zu unterstützen, beginnt Jakob als Aushilfskraft in einem Schlachthof zu arbeiten, doch damit setzen bei ihm auch die ersten Panikattacken ein. Diagnose: Angststörung. Ohnehin sehr schüchtern, zieht sich Jakob noch weiter zurück und verbringt seine Zeit in Sex- Cam-Chats für schwule Männer. Dort lernt er den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen, zuerst eine virtuelle Freundschaft. Mit einem realen Treffen möchte Jakob noch warten, auch weil er weiß, dass das eine Konfrontation mit seiner bisher nicht bewusst gelebten Sexualität bedeuten würde. Doch ewig verstecken will er sich nicht.
Expressive Bilder und ein treibender, atmosphärisch alles verdichtender Soundtrack begleiten Schmidingers Protagonisten in seinen troubled times. Doch nicht das Coming-out oder die sexuelle Orientierung der Hauptfigur machen NEVRLAND zu einem dringlich-drängenden Zeitporträt, sondern die Fragen nach der personellen Identifikation mit Körperlichkeit in einer von Virtualität bestimmten Ära und der daraus resultierenden, immer weiter klaffenden Schere zwischen Vorstellung und Selbstwerdung.
(Katalogtext, az)

NEVRLAND von Gregor Schmidinger ist ein faszinierender Film wie aus einem Guss, wie man ihn, wenn man Glück hat, vielleicht alle zehn oder zwanzig Jahre mal sieht.
(Thomas Reinhardt, Saarbrücker Zeitung)

Angststörungen sind die am häufigsten diagnostizierte psychische Erkrankung in der westlichen Welt und überproportional in der Millennial-Generation zu finden. Auch mein Leben wurde zehn Jahre lang von einer teils sehr lähmenden Angststörung beeinflusst. NEVRLAND war eine Möglichkeit, mich auch auf eine künstlerische Art mit dem Thema Angst zu beschäftigen und zugleich mit dem Thema der Selbstwerdung. (…) Mir war es wichtig, Sexualität zeitgenössisch darzustellen, also auch den starken Einfluss von Pornografie und digitalen Medien, unter dem sie heute steht, zu zeigen. Und ich wollte einen Film aus der Post-Gay-Perspektive machen, d. h., die Homosexualität der Hauptfigur nicht ins Zentrum des Films zu rücken oder sie gar zu problematisieren bzw. das Coming-out zum großen Thema zu machen.
(Gregor Schmidinger)

Diagonale-Kinderkino

Mit einer Neuheit im Vermittlungsprogramm läutet die Diagonale den diesjährigen Eröffnungstag ein. Am schulfreien Josefitag laden wir erstmals zum Diagonale-Kinderkino. Gezeigt wird die Krimikomödie Die 3 Posträuber – der erste Spielfilm des österreichischen Erfolgsregisseurs Andreas Prochaska, der etwa für Filme wie den Horrorklassiker In 3 Tagen bist du tot, die Komödie Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott und den Heimatwestern Das finstere Talbekannt ist. Die 3 Posträuber ist zweifelsohne der Kinderfilmklassiker im österreichischen Kino. Die Verfilmung von Christine Nöstlingers Jugendbuch richtet sich an ein Publikum ab sieben Jahre aufwärts. Mehr hier.

Termin: 19. März, 11 und 15 Uhr, Filmzentrum im Rechbauerkino

Ausstellung Lukas Marxt
Imperial Inscription


Während der Diagonale’19 zeigt die Kunsthalle Graz aktuelle Werke von Lukas Marxt. In vorgeblichen Naturräumen wie Wüste und Eismeer, aber auch städtischen Umgebungen untersucht Marxt die Spuren menschlicher Eingriffe. Die von ihm aufgesuchten Orte liegen meist an der Peripherie der wirtschaftlichen und politischen Zentren und dienen als Projektionsflächen für Begriffe wie Sehnsucht und Freiheit. Die Kuratorin Claudia Slanar präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung das von ihr jüngst herausgegebene Buch „Lukas Marxt. From Light to Cold”, in dem unterschiedliche Blickwinkel auf Marxts Arbeiten geworfen werden. Marxts aktueller Film Victoria ist außerdem im diesjährigen Wettbewerbsprogramm vertreten.

Eröffnung: 14. März, 18.30 Uhr
Ausstellung: 15. März–5. April, Di–Fr
16–19 Uhr, 23. März, 11–15 Uhr
Buchpräsentation: 21. März, 14 Uhr

Eine Veranstaltung der Kunsthalle Graz – Verein für zeitgenössische Kunst

Diagonale’19 zu Gast bei Oktoskop

Die Diagonale’19 versammelt Filme, die ein euphorisches Plädoyer für das Kino formulieren und ein nur vermeintlich in die Jahre gekommenes Medium aus der Reserve locken. Filme, deren Wirkmacht und Strahlkraft sich ausschließlich auf der großen Leinwand vollends entfalten. Die beiden Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber sind bei Robert Buchschwenter zu Gast und sprechen über selbstbewusstes österreichisches Kino im Wettbewerbsprogramm, darüber, wie das historische Special Über-Bilder: Projizierte Weiblichkeit(en) in die diesjährige Festivaledition passt und was Hanno Pöschl und Ludwig Wüst mit alledem tun haben. Mehr hier.

Termin: 10. März, 20.10 Uhr
Wiederholung: 17. März, 21.30 Uhr 

Soirée im Musikverein Graz

Auftakt! Auch heuer werden beim Diagonale-Patronanzkonzert im Musikverein Graz Film- und Musikbegeisterte zusammengebracht. Im Rahmen der Soirée kann man sich bei Wolfgang A. Mozart, Franz Schreker und Joseph Haydn auf die Diagonale einstimmen und den Abend anschließend in der Jazz Lounge im Foyer des Congress ausklingen lassen. Konzerttickets und Infos hier.

Termin: 11. März, 19.30 Uhr, Musikverein Graz

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