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serpentwithfeet kündigt mit dem Erscheinen seiner neuen Single „Sentinel“ die gleichnamige EP (VÖ: 04.12.2026) an.
Der aus Baltimore stammende Sänger, Songwriter und Produzent veröffentlichte den Song am 23.09.2026 beim Londoner Label One Little Independent Records. „Sentinel“ verbindet experimentellen Pop mit Gospel, Blues und klassischer Komposition und setzt sich mit Hingabe, Sehnsucht, Macht, Erotik und den Ritualen von Intimität auseinander. Die Single bildet das Eröffnungsstatement der EP und führt zentrale Themen weiter, die serpentwithfeet seit Beginn seiner Karriere beschäftigen.
Inhaltlich beschäftigt sich „Sentinel“ mit Homoerotik, männlichen Hierarchien und der Frage, was passiert, wenn Hingabe und freiwillige Aufgabe von Autonomie zu einer Form von Intimität werden. Inspiriert wurde serpentwithfeet unter anderem von männlichen Gemeinschaften und abgeschlossenen Räumen wie Militär, im Sport, Klöstern, Chören oder Lederbars, in denen eigene Rituale und Formen der Verbundenheit entstehen. Auch Audre Lordes Essay „Uses of the Erotic: The Erotic as Power“ von 1978 sowie Nikki Giovannis Gedicht „Resignation“ dienten als wichtige literarische Bezugspunkte.
Die Verbindung von Spiritualität und Intimität steht dabei im Zentrum der EP. serpentwithfeet wuchs in einer Kirchengemeinde in Baltimore auf und greift für „Sentinel“ auf die dichten Harmonien amerikanischer Gospelgruppen wie der Pilgrim Travelers und des Golden Gate Quartet zurück. Romantische Bindung wird dabei als eine Form der Anbetung verstanden: als Bereitschaft, für einen anderen Menschen präsent zu sein, sich hinzugeben und zu dienen, ohne die eigene Handlungsfähigkeit vollständig aufzugeben.
Musikalisch verbindet serpentwithfeet seine Erfahrungen aus zeitgenössischem R&B und Pop mit Gospeltraditionen, Theater, klassischer Musik und experimentellen Elementen. Häufige Stimmwechsel, mehrstimmige Gesangsarrangements und treibende Percussion treffen auf dramatische Arrangements und verleihen der EP eine ausgeprägte theatralische Note. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch eine Kammermusikversion von „Sentinel“, die den Song auf seine chorale und polyphone Architektur zurückführt und von serpentwithfeets Erfahrungen im Knabenchor sowie von barocker Musik und klassischen Hollywood-Musicals inspiriert ist.

Mit „Sentinel“ führt serpentwithfeet die Themen Intimität, Identität, Spiritualität und Liebe weiter, die sein bisheriges Werk prägen. Seit seiner Debüt-EP „blisters“ (2016) hat er die Alben „soil“, „DEACON“, „GRIP“ und „GRIP SEQUEL“ (2025) veröffentlicht und genreübergreifend unter anderem mit Björk, Daniel Caesar, Ty Dolla $ign, Nao, Nosaj Thing, Ellie Goulding, Moby, Mick Jenkins und Sampha gearbeitet. Darüber hinaus ist er in den Bereichen Tanz und Theater aktiv, unter anderem mit dem gemeinsam mit Donte Collins verfassten Bühnenstück „Heart of Brick“.
Fotocredit © “HartDom” CJ Hart & Dominick Lewis
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