Auf »irgendwann…« erzählt Mika Noé in sechs Songs ein Abschiedsszenario. Oder besser: Die Geschichte einer eigentlich perfekten, trotzdem nicht umsetzbaren und schließlich scheiternden Liebesbeziehung. Die EP übersetzt verschiedene Trennungsphasen eins zu eins in Musik – und in meterhohe Formulierungen à la »Ich geh ‚verloren mit dir und glaub‘, ich hab gewonnen« oder »mein Lieblingslied war wie du sprichst«. Inmitten seines Kopfchaos hält Mika Noé emotionale Gleichzeitigkeiten aus, spitzt sie sogar bewusst zu. Verliebt- und doch lieber Alleinsein, an Trennung und Einsamkeit verzweifeln und trotzdem loslassen, traurig und gleichzeitig dankbar sein – all das ist möglich, sogar im selben Moment.

Mika Noé ist es gewöhnt, dass die Sinne verrückt spielen. Seitdem er denken kann, war immer viel Lärm, in seinem Kopf und in seinem Körper. Mikas ADHS wird früh mit Medikenet bekämpft, irgendwann entdeckt er die Musik als zweiten Wirkstoff gegen das innere Chaos.
.Als er mit siebzehn Abitur macht, liegt bereits die im Alleingang erarbeitete Skizze »vermiss nicht mehr« – ein Lied, in dem er surreal offenherzig von seinen Beklemmungen und Schwächen berichtet – in Mikas Schreibtischschublade. Kaum erreicht »vermiss nicht mehr« bruchstückhaft das Internet, geht der Song viral. Ab jetzt vergeht nur noch wenig Zeit, bis Mika Noé in aller Munde ist, bei Unreleased Berlin auf der Bühne steht und als Feature-Gast auf Savvy’s Album »Pass auf dich auf« in Erscheinung tritt. Im Frühjahr letzten Jahres erscheint mit »Therapiebericht« seine Debüt-EP – ein mutiges da durch und durch intimes Projekt, das Mika in der Rückschau als Nährboden seiner Karriere beschreibt.
Die Ära »Therapiebericht« geht nahtlos in eine umso prägendere Phase seines Lebens über: Mika wird von einer Begegnung überwältigt, die ihn Hals über Kopf in seine erste echte Liebesbeziehung katapultiert. Als im Juli 2025 die Single »frieden« erscheint, steht diese Beziehung, wie packend im Song beschrieben, bereits kurz vor ihrem Ende – oder vielmehr zwischen den Polen ‚glücklich verliebt‘ und ‚traurig getrennt‘. »frieden« – inzwischen fast zwanzig Millionen mal gestreamt und wochenlang in den TikTok-, Spotify- und Shazam-Charts präsent – ist in vielerlei Hinsicht als Meilenstein zu betrachten; nicht zuletzt, weil dieser binnen eines Tages entstandene Song der musikalische und inhaltliche Grundstein, auch der Opener des gesamten Projekts »irgendwann…« ist.

Mika Noé auf Tour (ausverkauft):
18.03.2026 Winterthur, Albani
19.03.2026 Stuttgart, Im Wizemann
20.03.2026 München, Kranhalle
21.03.2026 Wien, B72
23.03.2026 Frankfurt, Elfer
24.03.2026 Köln, Club Volta
25.03.2026 Hamburg, Bhf Pauli
26.03.2026 Berlin, Frannz Club
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